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Philologie

23.10.2019 von 19:00 bis 21:00 Großer Saal, Haus zur Lieben Hand, Löwenstr. 16

Forschungskolloquium am Frankreich-Zentrum | Grundlagen eines ganzheitlichen Kulturbegriffs. Etymologische Perspektiven (Jürgen Bolten, Jena)

Der Kulturbegriff ist aufgrund der Vielzahl von Bedeutungen, die ihm zugeschrieben werden und nicht zuletzt auch als Resultat diverser semantischer (Rechtfertigungs-)Kämpfe ein vielfältiger. Unter diesem Aspekt stellt sich die Kulturbegriffskultur als ein insgesamt wenig konstruktives Feld dar. Dies hat in jüngster Zeit - gerade innerhalb der Kulturwissenschaften - mehrfach zu dem Plädoyer geführt, den Kulturbegriff am besten ganz aufzugeben. Das wird schwerlich funktionieren. Ein Blick in die Etymologie des Kulturbegriffs lässt allerdings eine Systematik transparent werden, die ein sehr modernes, ganzheitliches Verständnis von 'Kultur' nahelegt. Prof. Dr. Jürgen Bolten hält an der Friedrich-Schiller-Universität Jena eine Professur für Interkulturelle Wirtschaftskommunikation inne. Er ist u.a. Vorstandsvorsitzender des Hochschulverbands für Interkulturelle Studien IKS (Würzburg), des Kulturwissenschaftlichen Instituts Leipzig und von Interculture.de, e.V. (Jena).

21.11.2019 von 16:00 bis 18:00 FRIAS (Albertstraße 19), Raum 02 005

Mittelalterliche Schriftlichkeit an der Peripherie des lateinischen Kulturbereichs. Theologische Fachtexte und geistliche Literatur in Bücherlisten, Katalogen und Bibliotheken Siebenbürgens, ca. 1350 – 1550 (Dr. Adinel C. Dinca, Cluj/Rumänien)

Vortrag im Rahmen des Kolloquiums des DFG-Projektes "Making Mysticism. Mystische Bücher in der Bibliothek der Kartause Erfurt"

22.11.2019 von 19:30 bis 21:00 Centre Culturel Français Freiburg, Münsterplatz 11, Im Kornhaus

Zweisprachige Lesung und Gespräch | Mathias Énard: Letzte Mitteilung an die Proust-Gesellschaft von Barcelona (Mathias Énard, Barcelona)

Mathias Énard bricht auf zu neuen Horizonten. In „Kompass“, einem Roman-Teppich aus 1001 Knoten, ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2015, entfaltete der Schriftsteller die Beziehung von Orient und Okzident als Liebesgeschichte. Nun knüpft er ein Netz aus Versen, das sich wie Längen- und Breitengrade über seine Reise- und Schreibwelt legt. Sein neuer Gedichtband (Hanser Berlin, aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller, 2019) ist das Logbuch eines zutiefst neugierigen Menschen, der Welten erkundet, um neue zu erschaffen. „Zum wiederholten Male lasse ich mich / Von uralten Versen zum Aufbruch ermutigen / Um in den toten Gärten von Granada / Am Ufer des Tigris / Des Golfs / Nach anderen zu suchen“. Bilder von leuchtender Schönheit, in denen das enzyklopädische Wissen des Autors, aber auch das Echo von Krieg und Gewalt nachhallen.

05.12.2019 von 16:00 bis 18:00 FRIAS (Albertstraße 19), Hörsaal

Medieval Libraries made in the Digital Age (Dr. Anne McLaughlin, Cambridge)

Vortrag im Rahmen des Kolloquiums des DFG-Projektes "Making Mysticism. Mystische Bücher in der Bibliothek der Kartause Erfurt" im Wintersemester 2019/20

09.12.2019 von 19:00 bis 21:00 HS 1224, KG I

Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums am Frankreich-Zentrum | "Heimat". Un concept de gauche et de droite? (Prof. Dr. Anne Lagny, Lyon)

Anne Lagny ist als Professeure des Universités im Département des Langues (allemand) an der École Normale Supérieure de Lyon tätig. Zu ihren Forschungsgebieten zählen: - Histoire des idées - piétisme allemand - études de genres (roman et récit, théâtre, autobiographie) Anne Lagny ist auch Programmbeauftragte und Anprechpartnerin der ENS de Lyon im Masterstudiengang Interkulturelle Studien - Deutschland und Frankreich. Der Vortrag wird in französischer Sprache gehalten.

16.01.2020 von 16:00 bis 18:00 FRIAS (Albertstraße 19), Hörsaal

Wäre es doch bloß auf Latein! Rezeption und Einordnung des ‚Buchs von geistlicher Armut‘ in der Erfurter Kartause (Jonas Hermann, Harvard)

Vortrag im Rahmen des Kolloquiums des DFG-Projektes "Making Mysticism. Mystische Bücher in der Bibliothek der Kartause Erfurt" im Wintersemester 2019/20

10.02.2020 von 19:00 bis 21:00 HS 1224, KG I

Forschungskolloquium am Frankreich-Zentrum | Heterodoxe Gemeinschaft. Das Collège de Sociologie (1937-1939) in ideengeschichtlicher und literatursoziologischer Perspektive (Robert Krause, Freiburg)

In Paris unterhielt Hans Mayer als einer der wenigen deutschen Exilanten Verbindungen zum Collège de Sociologie, das unter Leitung von Georges Bataille, Michel Leiris und Roger Callois „das Beziehungsgeflecht zwischen Mythos und Aufklärung“ sezierte (Mayer: Erinnerungen I, S. 239). Dort referierte er am 18. April 1939 über Die Riten der politischen Geheimbünde im romantischen Deutschland. Beabsichtigt ist, Mayers genannten Vortrag sowohl im Kontext seines damaligen Buchprojekts Georg Büchner und seine Zeit als auch der (hinter dem Collège stehenden) esoterischen Groupe Acéphale zu situieren. Aus ideengeschichtlicher und literatursoziologischer Perspektive sind somit Theorie und Praxis von Geheimbünden sowie deutsch-französische Kulturbeziehungen am ‚Vorabend‘ des Zweiten Weltkriegs zu untersuchen. PD Dr. Robert Krause ist akademischer Mitarbeiter am Deutschen Seminar - Neuere deutsche Literatur.